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Achillion

Eine der bekanntesten und sehr häufig besuchten Sehenswürdigkeiten der griechischen Insel Korfu ist das um 1890 erbaute Achillion.

Es befindet sich etwa zwölf Kilometer von der Hauptstadt Korfu- Stadt entfernt nahe der Ortschaft Gastouri und wurde von keiner Geringeren als der österreichischen Kaiserin Elisabeth in Auftrag gegeben.

Elisabeth, die Korfu liebte und sich sehr für die griechische Mythologie interessierte, nutze das Gebäude als Sommerschloss und verbrachte hier immer wieder ihre Zeit. Der Name der Residenz ist eine Homage an den griechischen Helden Achilles, den sie besonders verehrte und dessen Statue „sterbender Achilles“ sie im Garten aufstellen ließ. Kaiser Franz Josef hingegen soll nie im Achillion gewesen sein.

Nach dem Tod Elisabeths kaufte Kaiser Wilhelm II. das Anwesen und nutze es vorwiegend zu diplomatischen Zwecken. Als Gegenstück zum „sterbenden Achilles“ ließ er eine elf Meter große Statue des siegreichen Helden, der mit Speer und Schild ausgerüstet ist, aufstellen. Beide Statuen befinden sich wie auch zahlreiche andere noch heute auf dem Gelände des Gartens.
Nach den beiden Weltkriegen, in denen das Achillion zeitweise sowohl als Lazarett als auch später als Sitz der deutschen Belagerungsmacht diente, fiel es wieder an Griechenland zurück.

2003 wurde das Achillion umfassend renoviert und wird seit dem als Museum genutzt.

Das Achillion wurde im klassizistischen Stil errichtet und ist von einem prächtigen subtropischen Garten umgeben, von dem aus der Besucher einen einzigartigen Ausblick auf Korfu und das Meer genießen kann. Vor dem Eingang des Museums befindet sich eine Statue der österreichischen Kaiserin. Im Museum sind persönliche Gegenstände sowohl der Kaiserin Elisabeth als auch Wilhelm des II. ausgestellt und zu besichtigen. Die Terrasse ist eingerahmt Säulen und Statuen der Musen der griechischen Mythologie. Die Kapelle des Achillion schmückt ein imposantes Deckengemälde.