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Die Geschichte von Korfu

Die Geschichte von Korfu führt bis in die Zeit der griechischen Mythologie zurück, als die Meinung existierte, das Korfu das Land Scheria ist. Zu den Zeiten des späten Neolithikum begann die Besiedlung von Korfu, das mit griechischem Namen Kerkyra heißt. Viele Jahre lag Korfu auf dem Festland und wurde erst vor 9.000 Jahren von diesem getrennt. Einst war auf der Insel, die Medea und Iason Unterschlupf bot, Odysseus zu Gast.

Gegründet wurde auf der Insel im Jahr 734 vor Christus die Stadt Kerkyra, die eine wichtige Bedeutung als Kolonie für Korinth hatte. Schließlich lag Kerkyra an der Straße von Otranto und brachte somit Kontrollmöglichkeiten beispielsweise über den Zugang an die Küste der Adria.

Mitunter kam es vor, dass sich Korfu und Kerkyra zusammen schlossen. Dann erfolgte die Gründung weiterer Kolonien, die an der gegenüberliegenden Küste zu sehen waren.

In der Zeit des 5. Jahrhunderts vor Christus zeigten sich Teile von Griechenland als eine starke Seemacht. Ganz besonders traf das auf Athen zu, dass führend als griechische Seemacht war. Die Position gleich danach nahm Korfu ein, dessen Stärke wirklich beeindruckend war. Schließlich wurde dadurch ermöglicht, dass die Adria gesichert werden konnte. Dies wiederum gab Gelegenheit, den Handel zu intensivieren. Es betraf hauptsächlich hierbei die Handelstätigkeiten von Griechenland und Spina sowie den Etruskern, die aus der Poebene stammten.

Dann folgte die Zeit, als sich Korfu mit Korinth stritt. Einer der Ausgangspunkte für den Peloponnesischen Krieg war die gemeinsame Kolonie Epidamnos. Ferner dürfte das existierende Schutzbündnis für Korfu, dass der Insel durch die Stadt Athen gewährt wurde, ebenfalls Anlass für diesen Krieg gewesen sein.

Während der Jahrzehnte ab dem Jahr 300 vor Christus war das Bild von Korfu von der hellenistischen Zeit bestimmt. So prägten viele Herrscher das Bild dieser Zeit. Doch war auch die Unabhängigkeit der Insel bedroht. Im Jahr 228 vor Christus folgte die Eroberung von illyrischen Seeräubern, die die Insel als Ausgangspunkt für ihre Beutezüge nutzten.

Mit dem dritten Jahrhundert hielt das Christentum Einzug auf Korfu. Vom Ende des vierten Jahrhunderts bis zum 11. Jahrhundert war dann die Führung durch das Oströmische Reich gegeben. Unter venezianischer Herrschaft stammt die Insel seit dem Jahr 1387. Ab dem 16. Jahrhundert beherrschten die Kriege mit den Türken zwei Jahrhunderte lang die Geschichte von Korfu. Allerdings wurde die Insel nie von den Türken beherrscht. Mehrere Jahrzehnte lang prägten die Briten das Bild von Korfu im 19. Jahrhundert. In diesen Jahren entstand ein Straßennetz, das noch heute zu eines der dichtesten griechischen Straßennetze darstellt. Mit dem Jahr 1864 wurde die Insel dann zu einem Teil von Griechenland.

Es folgte die Zeit des ersten Weltkrieges im 20. Jahrhundert, wo drei Jahre land in Korfu die serbische Exilregierung ihren Sitz hatte.